Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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Ortsgemeinschaft KKV Gronau und Epe

KKV Gronau und Epe besucht größtes Moormuseum Europas

Logo_MoormuseumDas größte Moormuseum Europas in Groß-Hesepe war jüngst das Ziel des KKV Gronau und Epe. Das Museum zeigt die Entwicklung des Emslandes von der Entstehung des Moores bis zur Kultivierung und Besiedlung. Wegen seiner „öden Moor- und Heidegebiete“ galt das Emsland jahrhundertelang als „Armenhaus Deutschlands“.
Die Führung durch das Museum begann mit der Geschichte und Entstehung des Moores. Im Eingangsbereich standen die Besucher vor einer zwei Etagen hohen „Moorwand“, die 1000 Jahre gebraucht hat, um so groß zu werden, weil das Moor nur einen Millimeter pro Jahr wächst. Anschaulich wurde den Gronauern gezeigt, wie das Moor entstanden ist, und welchen Lebensraum es für Tiere und Pflanzen darstellt.
Der Torfabbau begann mit Handtorfabstich, dies war besonders schwere Arbeit im sumpfigen Gelände – Torfstücke wogen vier Kilogramm. Bei dieser Arbeit fand man 1900 eine 300 Jahre alte, gut erhaltene „Moorleiche“. Wegen der roten Jahre nannte man diese Leiche „Roter Franz“.
Bei der Moorbrandkultur wurde die obere Schicht „Weißtorf“ abgebrannt; die so gewonnene Fläche diente als Grundlage für den Anbau von Buchweizen.
Im 19. Jahrhundert begann der maschinelle Abbau des Moores. Immer neue Maschinen erleichterten die schwere Handarbeit. Viele dieser Maschinen sind in der Halle und auf dem Außengelände des Museums zu besichtigen.
Besonders interessant war für die KKV-Mitglieder der Besuch der zweiten Halle, die im Jahr 2002 für 1,3 Millionen Euro gebaut wurde und in der ein „Ottomeyer-Pflug“ und zwei „Lokomobile“ zu sehen sind. Mit diesen Maschinen wurde in den Jahren 1950 bis 1972 das Moor kultiviert und für die Landwirtschaft nutzbar gemacht.
Vier „Lokomobile“ zogen einen Pflug, der das Moor bis zu 2,2 Meter tief pflügte, mithilfe von 500 Meter langen Stahlseilen und Dampfkraft durch den Moorboden. Eine Dampflok verbrauchte 6000 Liter Wasser und 60 Zentner Kohle am Tag. Das Wasser wurde von Pferdefuhrwerken von der nahen Ems transportiert, weil das Moorwasser wegen des Säuregehalts nicht geeignet war. Durch die Kultivierung gab es Arbeit und Heimat für viele Vertriebene des Zweiten Weltkriegs.
Nach fast zwei Stunden war die abwechslungsreiche Führung, bei der auch plattdeutsche „Doenekes“ nicht fehlten, beendet. In einem kurzen Film wurden die Geschichte und das Leben der 50er-Jahre dargestellt.

Quelle: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Gronau/1950506-Gruppe-des-KKV-besucht-groesstes-Moormuseum-Europas-Im-Armenhaus-Deutschlands

 

KKV zu Gast in der Synagoge Enschede - Bedeutendes Bauwerk beeindruckte

Gronau/Enschede - Informationen über andere Religionen und Besuche ihrer Gotteshäuser sind immer wieder Bestandteile des KKV-Programms. Jetzt besuchte eine Gruppe aus Gronau die Synagoge in Enschede.

Informationen über andere Religionen und Besuche ihrer Gotteshäuser sind immer wieder Bestandteile des KKV-Programms. Jetzt besuchte eine Gruppe aus Gronau die Synagoge in Enschede. Die Führung mit Heinz Krabbe begann am Haupteingang. Über dem Eingang steht in hebräischer Schrift folgender Spruch „Dies ist ein Haus des einen Gottes, ein Haus für alle Völker“

Die Synagoge wurde geplant von dem bedeutenden niederländischen Architekten Bazel, der bereits die Villen der jüdischen Fabrikanten Menko gebaut hatte. Die Einweihung des Gotteshauses 1928 erlebte er nicht mehr, da er 1923 starb. Das Bauwerk wird nicht ohne Grund zu den schönsten Synagogen in Westeuropa gezählt. Dem Architekten ist die Kombination verschiedener Stile mit der Symbolik des jüdischen Glaubens hervorragend gelungen. Nicht nur das Gebäude, auch die gesamte Einrichtung wurde vom Erbauer bis ins Detail geplant. Dazu gehören die Möbel, Lampen, die Bilder, Teppiche und besonders die Glasfenster. Immer gibt es einen Bezug zur jüdischen Religion.

Während der Besichtigung der Synagoge durfte auch ein Blick in die Geschichte der jüdischen Gemeinde Enschedes nicht fehlen. Sie hatte zu Beginn der deutschen Besatzung im Jahre 1941 1400 Mitglieder, darunter viele deutsche Emigranten. Auch wenn viele von ihnen – dank des Engagements zahlreicher niederländischer Christen – untertauchen konnten, zählte die Gemeinde am Ende des Krieges nur noch 700 Mitglieder. Dass die Synagoge nicht zerstört wurde, verdankt Sie dem Umstand, dass der deutsche Sicherheitsdienst das Gebäude in den letzten Kriegsjahren nutzte.

Die jüdische Gemeinde die heute nur noch 70 Mitglieder zählt, wünscht sich viele interessierte Besucher und wirbt auch um Unterstützung durch einen neu gegründeten Förderverein.

KKV besucht Synagoge in Enschede

Eine Gruppe des KKV Gronau besuchte jetzt die Synagoge in Enschede und ließ sich das Bauwerk von Heinz Krabbe erklären. Foto: privat

Quelle: Westfälische Nachrichten, Onlineausgabe vom 22.03.2014, Link: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Gronau/KKV-zu-Gast-in-Enschede-Bedeutendes-Bauwerk-beeindruckte

   

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