Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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Ortsgemeinschaft KKV Gronau und Epe

„Kauf mal wieder nebenan!“ – KKV Gronau und Epe stellt Bürgermeisterin Plakataktion zur Stärkung lebendiger Innenstädte vor

In diesen Tagen tauchen in vielen Schaufenstern Plakate auf. Darauf ist eine junge Frau zu sehen, die einen ganzen Turm von Paketen balanciert. „Mensch, kauf doch mal wieder nebenan!“, steht auf dem untersten Paket. Mit diesen Plakaten macht sich der KKV- Ortsgemeinschaft Gronau und Epe für die Stärkung des lokalen Einzelhandels und lebendige Innenstädte stark.
Am Donnerstag haben drei Vertreter des KKV, Renate Schabbing, Wilhelm Bilke und Bernhard Segbers, die Aktion Bürgermeisterin Sonja Jürgens vorgestellt und Plakate an Mechthild Hölscher, Vorstandsmitglied des City-Rings, übergeben.
„Sie sprechen mir mit dieser Aktion aus dem Herzen“, sagte die Bürgermeisterin und betonte, dass jeder Bürger etwas für eine lebendige Innenstadt tun kann, indem er vor Ort einkauft. Auch Mechthild Hölscher lobte die Aktion, die auch dafür wirbt, dass die Menschen ihr Konsumverhalten im Internet hinterfragen. „Es ist Alltag, dass die Menschen sich bei uns informieren und beraten lassen und dann online kaufen“, sagte Hölscher. Wilhelm Bilke ergänzte, dass Einkaufszentren am Stadtrand dazu führen, dass die Menschen immer häufiger mit dem Auto fahren.

Der KKV bei der Bürgermeisterin

„Mensch, kauf doch mal wieder nebenan!“ lautet das Motto der Plakat-Aktion. Bernhard Segbers (l.), Wilhelm Bilke und Renate Schabbing (2.v.r.) stellten sie Bürgermeisterin Sonja Jürgens vor (M.) und übergaben Mechthild Hölscher die Plakate. Foto: Frank Zimmermann

Schnell entwickelte sich der Termin im Büro der Bürgermeisterin zu einer Diskussionsrunde um die Entwicklung des Einzelhandels und der Innenstadt insgesamt. „Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum es so lange dauert, den Wochenmarkt zu verlegen“, sagte Renate Schabbing. Jürgens erklärte, dass die Sache komplizierter sei, als es auf den ersten Blick scheine. Die Belange vieler Beteiligter müssen berücksichtigt werden: Die Geschäfte am Kurt-Schumacher-Platz und in der Schulstraße möchten, dass der Markt bleibt. Die Marktbeschicker möchten umziehen, und die Händler in der Neustraße möchten nicht, dass die großen Marktstände direkt vor ihren Schaufenstern stehen, umriss Jürgens die Gemengelage. Aber: An dem Thema sei intensiv gearbeitet worden und die Ergebnisse würden im nächsten Haupt- und Finanzausschuss am 7. Dezember vorgestellt und diskutiert.
Dass der Markt bald umzieht, passe auch zur geplanten Innenstadtentwicklung, sagte Jürgens. Spätestens wenn Ende 2017 das Hertie-Gebäude abgerissen werde und 2018 auf dem Schumacher-Platz neu gebaut werde, müsse der Wochenmarkt ohnehin weichen.

Quelle und Foto: Frank Zimmermann, online unter: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Gronau/2611207-Aktion-des-Verbands-der-Katholiken-in-Wirtschaft-und-Verwaltung-Damit-die-Innenstadt-lebendig-bleibt