Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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Ortsgemeinschaft KKV Gronau und Epe

KKV Gronau und Epe im Bioenergiepark Saerbeck

Energie für 20 000 Haushalte

Die Gemeinde Saerbeck engagiert sich seit Jahren für Klimaschutz und Energiewende. Darüber wollten sich die Mitglieder des KKV Gronau und Epe informieren. Mit Heinz Klostermann vom Förderverein Klimakommune Saerbeck e.V. hatten sie einen sachkundigen Führer bei der Besichtigung des Bioenergieparks.

Das Kernprojekt zur Verwirklichung der Klimaschutzziele der Stadt Saerbeck ist dieser Park, der auf dem rund 90 Hektar großen Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots der Bundeswehr errichtet wurde. Dieses Gelände kaufte die Stadt vom Bund. Der geplante Abbruch der 74 Bunker mit bis zu 80 Zentimeter dicken Betonwänden hätte 18 Millionen Euro gekostet. Heute lagert in den Bunkern, wo früher Panzermunition und Granaten aufbewahrt wurden, Salz für Straßen NRW und vieles mehr. Auf den Dächern der Bunker wurden 24 000 Photovoltaikmodule montiert. Der erzeugte Strom reicht für 1500 Haushalte. Die Anlage wird durch eine Bürgergenossenschaft finanziert, mit guten Erträgen.

Der größte Stromlieferant ist eine Windkraftanlage mit sieben Windrädern. Die erzeugen Strom für 13 800 Haushalte. Mit einer Nabenhöhe von 150 Metern zählen diese Anlagen zu den größten Europas. Beim Rundgang konnten die Besucher auch das Innere eines Windrades betreten und dabei die gigantischen Ausmaße einer solchen Anlage sehen. Windgeneratoren wandeln den Wechselstrom in Gleichstrom um, der dann ins Netz eingespeist werden kann. Die Lärmbelastung bei diesem Vorgang ist ziemlich heftig, berichten die KKver aus Gronau und Epe.

Die große Biogasanlage, die von 17 Landwirten aus der Region betrieben wird, versorgt 2400 Haushalte. Das bei der Vergärung von nachwachsenden Rohstoffen (wie zum Beispiel Mais und Gülle) entstehende Biogas wird in Blockheizkraftwerken verstromt. Die 50 000 Tonnen Bioabfall des Kreises Steinfurt werden vor Ort in Blockheizkraftwerken verstromt. Das entspricht dem Bedarf von 2000 Haushalten. Die Netzeinspeisung für alle Anlagen erfolgt durch eine eigene Leitung zum Umspannwerk Emsdetten. Geplant ist die Speicherung regenerativ gewonnenen Stroms.

Der Bioenergiepark hat entscheidend dafür gesorgt, dass das Etappenziel der Gemeinde Saerbeck, einen Überschusses an umweltfreundlich erzeugter elektrischer Energie gewinnen zu können, in relativ kurzer Zeit erreicht wurde.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom KKV Gronau und Epe erlebten einen hochinformativen Tag in Saerbeck und kehrten mit vielen Eindrücken und Informationen zurück.

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